Auricuprid
 
Auricuprid 
- Pd-reich -
Analysiert
Konder, Sibirien
Russland, Asien
Originalgröße 3 mm
Archiv-Nr. M-2004-151-21-1-2
Fotos & Sammlung ©ws-minifossi-2004
 
Auricuprid
Karabach, Ural
Russland
Originalstufe:  8 x 6 x 5 cm
Archiv-Nr. M-32-19
Foto & Sammlung: ©ws-minifossi-2001
Auricuprid
Karabach, Ural
Russland
Originalstufe:  8 x 6 x 5
Archiv-Nr. M-43-11
Foto & Sammlung: ©ws-minifossi-2001
Auricuprid
Karabach, Ural
Russland
Originalstufe: 8 x 6 x 5
Archiv-Nr. M-43-10
Foto & Sammlung: ©ws-minifossi-2001

Auricuprid (Cuproaurid), I/A.1-5.

Cu3 Au, orthorhombisch, rötlichgelb bis kupferrot, hoher Metallglanz, 
H = 3 - 3 1/2, Strich metallisch kupferrot, duktil, die 3 stärksten d-Werte 
2.23 (100), 1.94 (70), 1.92 (70).

Diese intermetallische Kupfer-Gold-Verbindung findet sich meist auf 
sulfidarmen Goldquarzgängen, in gabbroiden Gesteinen und in Serpentiniten, 
oft zusammen mit ged.  Gold und Kupfer.  Beim Transport in Flußsanden löst 
sich das Kupfer aus dem Auricuprid, wobei sich lockere, braun erscheinende
"Senfgold"-Aggregate bilden können.  Das nach seiner chemischen 
Zusammensetzung benannte Auricuprid wurde erstmals im Jahre 1939 
von P. Ramdohr beschrieben und blieb seitdem ein relativ seltenes 
Systematik-Mineral.

Deutschland: winzige Plättchen in Rheingold-Kon-zentraten.  Zypern: Laksia
und Pefkos.  Finnland: Tankavaara.  Kanada: Kerr Addison Mine, Ontario. 
Rußland: bis millimetergroße, plattige Körnchen in feldspatreichen Schlieren 
eines hydrothermal überprägten Gabbros, aus der Goldlagerstätte Karabash
im Distrikt Soirnontal, Südural; Rozhkovit (Roschkowit), eine palladiumhaltige
Auricuprid-Varietät, stammt aus Talnakh bei Norilsk, Sibirien (die hier gelegene
Goldlagerstätte Oktyabr gilt als Typlokali-tät für Auricuprid).  Südafrika: 
Mooihoek, Transvaal.  Weitere Fundorte: EI Indio Mine östlich Coquimbo in
Chile, Victoria/Australien und Insizwa/Japan.  Literatur: Amer.  Miner. 62, 
1977, 595; Anthony er al. (1990), 36.

Auroantimonat (?), IV/C.1-3.

AuSbO3 Kristallsystem nicht bekannt, grünlichgrau bis graubraun, H = 3 1/2 - 4,
die 3 stärksten d-Werte 4.18 (100), 2.35 (90), 1.43 (50).

Bei diesem neuen, 1988 von G.N. Gamyanin et al. beschriebenen Goldmineral 
handelt es sich möglicherweise um das erste natürliche Gold-Antimon-Oxid, 
doch sind die Daten noch nicht gesichert (es könnte sich hier auch um ein
ultrafeines Gemenge aus ged.  Gold und Antimonoxiden handeln). 
Auroantimonat sitzt als opake Kornaggregate in winzigen Hohlräumen
poröser Massen silberhaltigen "Senf-goldes", zusammen mit Antimonit, 
Aurostibit und Valentinit.

Das nach seiner Zusammensetzung benannte, extrem seltene und nur 
im Erzanschliff erkennbare Mineral stammt aus dem sibirischen 
Ost-Yakutien, Rußland. Literatur: Amer. Miner. 75,1990, 931.

Aurobismuthinit = Gemenge aus silberhaltigem Gold und Bismuthinit.

Aurocuproit = palladiumhaltiges Auricuprid Cu3 (Au,Pd), Varietät.

Aurosmirid = Gemenge aus osmiumhaltigem ged. Iridium und ged. Gold.
 

Quelle und sehr empfehlenswerte Literatur:

"Goldmineralien und ihre Varietäten"
in: "Gold - Mineral, Macht und Illusion: 500 Jahre Goldrausch"
extra Lapis Nr. 2, 1992, Seite 42 ff
Christian Weise Verlag München
ISBN 3-921656-23-0
Hotline: http://www.lapis.de
 


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