Krennerit
 
Krennerit und Calaverit auf Fluorit
Cripple Creek, Teller Co.
  Colorado, USA
Matrixstufe 30 x 18 x 25 mm
Krennerit-Kristallflächen bis 6 mm
Archiv-Nr. M-81-15/28
Foto & Sammlung: ©ws-minifossi-2002
Krennerit, 11/D.16-3. 

(Au,Ag)Te" orthorhombisch,  silberweiß bis messinggelb, 
hochmetallisch glänzend, H = 2 - 3, Strich grünlichgrau, 
spröde, Spaltbarkeit nach  {OO1l vollkommen, Bruch 
uneben bis kleinmuschelig, die 3 stärksten d-Werte 3.03
 (100), 2.94 (60), 2.11 (70).

Krennerit besitzt dieselbe Zusammensetzung wie Calaverit
(dieser ist monoklin), zeigt jedoch höhere Silbergehalte
(oft über 5 Gew %). Krennerit stammt aus hydrothertnalen 
Goldtellurid-Erzgängen. Hier bildet er meist grobkörnig 
verzahnte Aggregate mit typischer Spaltbarkeit, die ihn
vom ähnlichen Calaverit unterscheidet. Nur selten finden 
sich in Quarzdrusen kurzprismatisehe längsgeriefte und
 flächenreiche Kristalle mit typischer {001)-Endfläche.

 Als frühgebildetes Goldtellurid ist Krennerit oft verwittert 
und zu ged. Gold zersetzt. Begleiter sind u. a. Calaverit, 
Sylvanit, Petzit und Antimonit. 

Der Name des 1877 durch G. vom Rath beschriebenen 
Goldminerals ehrt den ungarischen Mineralogen Josef A.
 Krenner.

Krennerit ist in kleineren Mengen nicht allzu selten, so daß hier 
nur die wichtigsten Fundorte genannt werden können. 
Rumänien: Sacaramb (Nagyag) und Fata Baii (Facebanya, 
Transsylvanien (Typlokalität, 1877). 
Rußland: Konstantin--Ovkoye bei Krasnojarsk.
USA: div. Gruben in Colorado und Arizona; speziell die Ajax Mine 
bei Cripple Creek, Teller Co./Colorado liefert immer wieder hübsche,
in Porphyrdrusen sitzende MicromountKristalle. 
Weitere Vorkommen liegen in 
West-Australien (Kalgoorie & Mulgabbie); in 
Kanada  (Mountbray, Quebec) und auf den 
Fidschi-Inseln.

Literatur: Min. Abstr. 85 M/2407, 1985; Anthony et al (1990), 275

Quelle und sehr empfehlenswerte Literatur:

"Goldmineralien und ihre Varietäten"
in: "Gold - Mineral, Macht und Illusion: 500 Jahre Goldrausch"
extra Lapis Nr. 2, 1992, Seite 42 ff
Christian Weise Verlag München
ISBN 3-921656-23-0
Hotline: http://www.lapis.de
 


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