Maldonit
 
Maldonit, Sample NU-4/19, Golddeposit Nau, 
Kirghizstan, Kirgisistan
Maldonit-Probe
Maldonit-Probe (Detail)
Golddeposit Nau, Kirghizstan Golddeposit Nau, Kirghizstan
Durchmesser 2,5 cm siehe linke Seite
Archiv-Nr. M-27-4
Foto & Sammlung ©ws-minifossi-2001
Archiv-Nr. M-27-3
Foto & Sammlung ©ws-minifossi-2001

Aus den Analyseberichten:
Maldonit, II/A.3-4.

Au2Bi, kubisch, rötlich silberweiß, auch kupferrot bis schwarz (oxidiert),
Metallglanz, H = 1 1/2 - 2, duktil und schneidbar, Spaltbarkeit nach 001 
und 110 deutlich, die 3 stärksten d-Werte 2.41 (100), 2.30 (50), 1.54 (60).

Die legierungsartige Gold-Wismut-Verbindung ist in hochtemperierten, 
greisenähnlichen Goldquarzgängen entweder vergesellschaftet mit Scheelit
und Apatit (Australien), oder mit Wismutglanz, Arsenkies und Wolframit 
(Frankreich).  Frischer Maldonit ähnelt ged.  Wismut, erscheint körnig derb, 
als Krusten oder kleine Oktaeder.  Oft ist er in ein Gemenge aus ged. 
Gold und Wismut zerfallen. Name nach der australischen Typlokalität 
(Ulrich, 1869).

Maldonit ist selten, es gibt nur wenig Material.  Frank-reich: Salsigne/Carcassonne
und Scoufour, Dept.  Cantal.  Rumänien: Baita Bihor (Rezbanya), Siebenbürgen
(Granatskarn).  GUS: Tyrnyauz, N-Kaukasus.  Pakistan: Gilgit (Flußseife). 
Australien: Nuggety Reef (Typlokalität), Union Reef, Maldon, Victoria. 
Neufund BRD: Gütting-Unterlangau, Oberpfälzer Wald. 

Literatur: Chem.Abs. 85, 1976,180204; Anthony et al. (1990), 310.

Quelle und sehr empfehlenswerte Literatur:

"Goldmineralien und ihre Varietäten"
in: "Gold - Mineral, Macht und Illusion: 500 Jahre Goldrausch"
extra Lapis Nr. 2, 1992, Seite 42 ff
Christian Weise Verlag München
ISBN 3-921656-23-0
Hotline: http://www.lapis.de
 


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